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GORZOWA WIELKOPOLSKIEGO

PAUCKSCH VILLA

Willa Hermanna Pauckscha Eines der wertvollsten Denkmäler von Gorzów Wlkp. Dieser zweistöckige Palast in eklektischer Bauweise ist durch ein Architekturbüro in Berlin entworfen und im Jahre 1876 zum Zwecke der Familienresidenz für den Landsberger Industriellen Hermann Paucksch [I], gebaut worden. Der Palast wurde geschaffen in der Brückenvorstadt (heute Zawarcie) – dem linken Flussufer der Stadt, an dem damaligen Rundungswall (heute Wał Okrężny 36/37), in unmittelbarer Nähe der Biegung des Flusses Warthe und etwa einen halben Kilometer von der Fabrik H. Paucksch – Paucksch & Freund KG, entfernt. In der Zwischenkriegszeit wurde sie auch als "Warthe Schloss" bekannt.

Errichtet wurde die Villa mit einem quadratischen Grundriss, Laubengängen an den westlichen und nördlichen Fassaden, Terrasse mit einem Pool und einem achteckigen Turm, der von einer Brüstung an der nordöstlichen Ecke, gekrönt ist. Sie hatte auch ein Kellergeschoss und eine zweigeschossige Halle (Vestibüle) mit Dachfenster, was für natürliche Beleuchtung sorgte, sowie viele Zimmern.

Viele Originalelemente von der Ausstattung des Palastes sind bis heute erhalten, so u.a. Türen, Holzarbeiten, Täfelung, reich verzierte Kassettendecken mit mythologischen Szenen und Kamine.

Ein Teil des Kellers war für die Küche und die Hauswirtschaftsräume vorgesehen. Im Erdgeschoss waren die repräsentativen Teile der Villa: Kabinett des Hausherren, Bibliothek, Esszimmer, Anrichtezimmer, Jagdzimmer (oder Musikzimmer), Gartensalon und achteckiges Boudoir im Turm. In der ersten Etage waren u.a. untergebracht die Schlafzimmer, die Kinderzimmer und die Gästezimmer, sowie das Badezimmer. Das Dachgeschoss wurde für das Dienstpersonal bestimmt.

Außerhalb, auf der Westseite des Palastes befanden sich Nebengebäude und ein Hinterhaus in dem sich: Hausmeisterwohnung, Waschraum, Stall und Kutschenhaus befanden. Auf der Südseite ist der Palast von einem halben Hektar Park im englischen Stil umgeben. Das ist der Bereich den Paucksch von der Familie von der Osten gekauft hatte. Hier dominieren kleinblättrige Linden und ahornblättrige Platanen. Dort wachsen auch Eichen, Eschen und Akazien. Dieser Park verlor mit den Jahren teilweise seinen Charakter. Er ist mit der Terrasse verbunden, die mit einem Brunnen und Statuen, die spielende Kinder darstellen, geschmückt wird. Das ganze Anwesen ist von einem schmiedeeisernen Zaun mit zweiflügeligem Einfahrtstor umgeben.

Der Palast ist bis heute als Villa von Hermann Paucksch bekannt. Er wurde nach dem Tod des Besitzers von den Erben 1910 verkauft. Als spätere Inhaber wurden u.a. Reinhold Hengs und Kaufmann, Reinhold Boehning, der die Villa für seine Tochter Gertrud gekauft hat, bekannt. Nach dem Krieg im Jahre 1945 war hier ein Hauptquartier der russischen Truppen. Spätere Benutzer waren Dyrekcja Dróg Wodnych, Przedsiębiorstwo Budownictwa Wodnego, Wojewódzki Dom Kultury (1976-1998) und Grodzki Dom Kultury [GDK] (2001-2014). Am Palast wurden zweimal ernsthafte Reparaturen, vor 1976 und im Jahre 1985, durchgeführt. Zuvor wurden auf dem Dachboden des Palastes Büroräume eingerichtet. So wurden u.a. Dachfenster eingefügt. Seit Ende 2014, nach Abschaffung des GDK, steht die Paucksch Villa der Stadt zur Verfügung. [ Angaben vom: 12.02.2017 ]

Kazimierz Ligocki / auch Fotos
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Quellen: [1] "Denkmäler des nördlichen Teils der Woiewodschaft Lubuskie" – Sammelwerk [darin: Blażej Skaziński]- 2004; [2]- "Die Stadt auf den sieben Hügeln" - Krystyna Kamińska i Zbigniew Rudziński-2007 [3] - Portal: www.giik.pl